Tageslektion 139

Wir wollen die scheinbar unüberwindbare innere Schuld und Angst, die wir empfinden, loswerden, indem wir es auf andere im Äußeren projizieren. Zum Beispiel projizieren wir oft unsere auf Schuld und Angst basierenden Gefühle (in Form unserer Meinungen, Urteile und Eigenschaften) auf andere, denen wir begegnen oder mit denen wir enge Beziehungen haben.

Das Ironische daran ist, dass diese “Anderen” nicht wirklich existieren, sondern lediglich Teil des Hologramms des Lebens sind. Sie sind, wie der Rest des Universums, lediglich Bilder in unserem Traum der Trennung. Deshalb können sie die Rollen, die wir ihnen geben, wenn wir unsere Themen auf sie projizieren, nicht wirklich erfüllen.

Wir haben uns in eine Welt projiziert, die das Gegenteil der Realität ist. Wir haben uns dafür entschieden, zu glauben, dass Wahrheit Illusion ist und Illusion Wahrheit ist. Alles, was die Augen des Körpers wahrnehmen, ist ein Fehler, ein Wahrnehmungsfehler, ein verzerrtes Fragment der Wahrheit. Und wir denken und glauben, je mehr wir etwas berühren und sehen können (einschließlich der Menschen in unserem Leben), desto realer muss es sein, aber in Wirklichkeit ist es umso weniger real, je fester es sich anfühlt und erscheint. Diese verdichtete Energie beweist nur unsere Unfähigkeit, die Wahrheit zu akzeptieren.

Wir können dem ganzen Irrsinn entfliehen, indem wir die Wahrheit akzeptieren, in der wir nach wie vor sind.

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