Tageslektion 84

Es besteht kaum ein Unterschied zwischen unseren Urteilen über uns selbst und unseren Urteilen über andere. Wenn wir uns selbst für schuldig befinden, projizieren wir diese Gefühle in der Regel auf andere. Sogar wenn wir über uns selbst urteilen, werden Schuld und Strafe gewöhnlich auf andere projiziert.

Darüber hinaus glauben wir tatsächlich, dass aufgrund dessen, was andere unserer Meinung nach uns angetan haben, wirklich geschehen ist und unsere Urteile, die wir ihnen daraufhin auferlegen, völlig gerechtfertigt sind. Das erzeugt unbewusste Wut, die wir als normal empfinden und mit ihr Leben, so, als wäre sie unser Partner.

Wir müssen uns eingestehen, dass unsere Urteile über andere tatsächlich einen enormen Reiz und Wert für uns haben.

Das Festhalten an unseren Urteilen ist ähnlich wie das Festhalten von Menschen und Gegenständen in unserem Leben, “nur für den Fall”, dass wir sie eines Tages noch brauchen könnten. Wir werden uns dadurch nur noch mehr Mangel kreieren und die Liebe, die wir sind, weit von uns weisen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.