Antwort im Licht – Das Drehbuch
Auch Jubel, Freude und das Empfinden von Schönheit können eine Form von Urteil sein, wenn wir sie vergleichen und bewerten. Urteil bedeutet immer, dass wir Maßstäbe anlegen und etwas besser oder schlechter machen, selbst wenn es sich positiv anhört. Beobachter zu sein heißt jedoch nicht, gleichgültig zu sein. Es bedeutet, dass wir wahrnehmen, ohne unsere Reaktionen zur Identität zu machen. Wir erkennen Gedanken und Gefühle, lassen sie da sein und halten sie nicht für das was wir sind.
Wenn Jesus uns sagt, dass nichts ohne unsere Zustimmung geschieht, spricht er auf zwei Ebenen. Auf der zeitlosen Ebene hat unser Geist den Traum als Ganzes gewählt, um schließlich zu erwachen. Und in der Zeit, also hier, wo wir scheinbar leben, wählen wir in jedem Augenblick, welchen Gedanken wir nähren. Stimmen wir einem angstvollen Gedanken zu, erleben wir eine Szene im Drehbuch, die diesen Gedanken spiegelt. Wählen wir Liebe, verändert sich sofort unsere Erfahrung, auch wenn die äußere Form unverändert bleibt.
Dass alles perfekt ist, bedeutet nicht, dass der Traum gut wäre. Es heißt, dass er seinen einzigen Zweck erfüllt: neu zu wählen. Wir haben zugestimmt zu träumen, und wir stimmen unbewusst immer wieder einzelnen Szenen zu, solange wir alten Gewohnheiten folgen. Die Einladung ist, bewusst zu wählen, statt automatisch zu reagieren.
Wenn du z. B. bemerkst, dass du etwas als schön oder hässlich, gut oder schlecht einordnest, halte einen Moment inne. Atme und frage dich innerlich: Es ist nur ein Gedanke, will ich diesem zustimmen? Wenn nicht, übergib ihn dem Heiligen Geist: Zeige mir deine Sicht. So öffnet sich der Raum für echte Freude, eine Freude ohne Urteil, die aus der Liebe Gottes kommt und nichts und niemanden vergleicht.
2 Antworten
Danke, für die detailliert, erklärende Erinnerung, wie wir wählen können. Auch wenn wir es schon gehört haben, hilft es wieder so deutlich vor die Augen zu bekommen.
Lieber Gottfried,
jetzt habe ich das „Drehbuch“ verinnerlicht. Dieser Prozess war wie die Geburt eines Abendsterns in meinem Geist, der mir die Richtung zeigt und auf meinem Weg im Dunkeln leuchtet. Ich hatte bisher die Idee vom Drehbuch, dass es ein Anfang und ein Ende hat und alles dazwischen linear abläuft UND, dass es individuell ist, dass jeder sein eigenes Drehbuch hat, wodurch sein Lebensfilm bestimmt ist. Doch ich habe nun das Bild in mir bekommen durch deine heutige Antwort im Licht, dass das ein Denkfehler war, und das Drehbuch vielmehr vergleichbar mit der Akasha-Chronik ist, in der alles, was je geschah und geschehen wird, gespeichert ist. Ich folgere daraus, dass wir daher durchaus unser Leben gestalten, indem wir unsere Frequenz durch unsere Haltung verändern und wir dadurch andere Erfahrungen in unserem Leben machen, also damit andere Stationen des Drehbuchs erreichen. Da kommt nun auch wieder das Bild des Radiosenders hinzu, je nachdem welche Frequenz ich wähle, stellt sich das Programm ein, komme ich an unterschiedliche Kapitel, Stationen des Drehbuchs. Also wähle und gestalte ich durchaus mein Leben, nur nicht mit meinem Willen, sondern mit meiner Frequenz.
In Liebe, Gabriela