Tageslektion 352

Wir dürfen uns selbst nichts vormachen. 

Ehrlichkeit ist der Anfang von allem. Sobald wir wirklich hinschauen und bemerken, wie oft wir ganz automatisch urteilen, fast unbewusst, beginnt etwas in uns weich zu werden. Wenn wir diese Urteile bemerken, sie zurück in unseren Geist nehmen und sagen: „Heiliger Geist, nimm du das“, entsteht ein kleiner Spalt im Denken, durch den Führung und Frieden wieder zu uns durchdringen können. Was wir wirklich sind, ist nicht verschwunden, es wird einfach von einer Menge innerer Wolken verdeckt. Und jedes Mal, wenn wir ein Urteil loslassen, reißt eine dieser Wolken auf, und dahinter kommt unser Licht hervor.

Das bedeutet nicht, dass wir uns im selben Raum befinden müssen wie diejenigen, mit denen wir erhebliche Konflikte haben. Es bedeutet nur, dass wir bereit sind, die Urteile, die wir über sie haben, aufzugeben und zu erkennen, dass sie in unserem eigenen Geist entstehen. Unser Bruder ist unser Selbst. Es gibt niemanden „da draußen“. Alles, was wir wahrnehmen, ist nur unser eigener Geist, der zu uns zurückreflektiert wird. Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest, bedeutet, dass du erkennen musst, dass es keinen anderen gibt. Was auch immer du tust, tust du dir selbst an.

2 Antworten

  1. Ist das neue Sonderthema nicht „Was bin ich?“. Aber gut, – Was ist ein Wunder passt ja auch immer…. ;-)) Vielen Dank und liebe Grüße!!

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