Tageslektion 280

Wir sind aufgerufen

Heute bin ich dazu aufgerufen, meine Meinungen über jeden, der mir in den Sinn kommt, loszulassen und die Vergleiche aufzugeben, die ich mit anderen anstelle, die ich als besser oder schlechter als mich selbst betrachte. Ich bin dazu aufgerufen, alle Gefühle der Überlegenheit und Besonderheit zu erkennen, die ich in Bezug auf das hege, was ich zu sein glaube. Wenn wir Vergleiche anstellen und Unterschiede sehen, setzen wir unseren Schwestern und Brüdern Grenzen und schränken damit uns selbst ein. Ich ertappe mich beispielsweise dabei, wie ich Kommentare zu dem abgebe, was jemand im Fernsehen sagt, und in dieser Kritik verliere ich die Wahrheit darüber aus den Augen, wer diese Person wirklich ist – und damit auch, wer ich wirklich bin.

Ich sehe mich selbst als besser und klüger an. Ich halte mich für etwas Besonderes und verliere dabei aus den Augen, dass wir alle gleich sind. Wir teilen denselben Geist und dieselben Ego-Eigenschaften, wobei sich unsere Drehbücher lediglich in der Handlung und den Figuren unterscheiden. Niemand hat den Geist Gottes verlassen, außer in Illusionen. Wir sind alle dazu aufgerufen, den Christus in jedem zu erkennen, dem wir begegnen, und jede Begegnung zu einer heiligen zu machen, damit wir die Wahrheit über uns selbst erkennen können. So erweisen wir all unseren Brüdern und Schwestern ohne Ausnahme Ehre.

Ein Kommentar

  1. Lieber Gottfried, das habe ich heute richtig gut verstanden mit dem Grenzen setzen sowohl bei mir als auch bei meinem Gegenüber. Danke für Deine Ausführungen die so klar und deutlich sind.
    Übrigens liebe ich die Schweibenalp, leider ist sie sehr teuer geworden und dann noch Jugenherbergsstil
    Mit meinen bald 80 Jahren hab ich es gern etwas komfortabeler, um ehrlich zu sein. Sollten Notzeiten kommen, schränke ich mich dann gern wieder ein

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