Tageslektion 279

Wie sieht die Praxis aus?

Es ist wichtig, unseren Geist zu beobachten und uns nicht der Geschichte hinzugeben, die uns viele Stufen hinab in die Hölle führt. Wenn wir die ersten Gedanken des Zorns oder der Bedrängnis bemerken, ist es viel leichter, sie loszulassen, als wenn wir erst eine ganze Argumentationskette aufbauen. Lasst uns heute vornehmen, wachsam zu sein. Konzentrieren wir uns auf die Gewissheit von Gottes Verheißung. Erinnern wir uns daran, dass alles perfekt für unser Erwachen ist. Wir sind genau dort, wo wir in diesem Moment sein müssen, und können uns in jeder Situation, in der wir uns befinden, für den Frieden entscheiden.

Wie sieht das dann in der Praxis aus? Stell dir ein Ereignis, einen Umstand oder eine Person vor, die du als Ursache für deine Verstimmung ansiehst. Du empfindest großen inneren Konflikt oder hast Angst. Was tust du? Als Erstes solltest du innehalten, tief durchatmen und in den gegenwärtigen Moment zurückkehren, indem du den Heiligen Geist einlädst. Dazu kann es notwendig sein, dich von der Person oder der Situation zu entfernen. Betrachte nun, was geschehen ist, indem du dich fragst, worum es für dich dabei geht. Es geht nicht darum, zu analysieren, dich selbst zu geißeln oder dir Schuldgefühle einzureden, sondern ruhig zu beobachten, was in dir ausgelöst wird.

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