Tageslektion 321

Wirkliche Freiheit

Diese Lektion, so wie viele in den kommenden Tagen, fühlt sich an wie die Stimme eines Menschen, der wirklich spürt, dass er kurz vor dem Heimkommen steht. Da spricht jemand, der lange gesucht hat, der viele Umwege gegangen ist und der nun erkennt, wohin sein Weg führt. Es ist das Lied des Herzens, das seinen Frieden gefunden hat, eines Menschen, der weiß: Ich möchte nur noch das, was wahr ist. Am Anfang unseres Weges sah Freiheit oft wie Unabhängigkeit aus. Wir dachten, frei zu sein hieße, alles allein zu entscheiden, unseren eigenen Kopf durchzusetzen und uns von niemandem etwas sagen zu lassen. Doch eines Tages bemerken wir, wie eng diese Art von Freiheit eigentlich ist. Sie fordert uns ständig heraus, macht uns müde und stillt niemals den Hunger nach innerer Ruhe.

Wir gestehen uns offen ein, dass wir nicht wissen, was uns frei macht. Der Satz hat etwas Ehrliches, etwas Befreiendes. Denn ab dem Moment, in dem wir zugeben, dass wir uns nicht selbst führen können, öffnet sich die Tür für echte Hilfe. Echte Freiheit entsteht dort, wo wir endlich wieder spüren, dass unser eigener Wille und Gottes Wille nicht zwei verschiedene Dinge sind. Wir kämpfen nicht gegen Gott an, wir kämpfen gegen ein Bild, das wir uns selbst von uns gemacht haben. Sobald wir diese Verwirrung aufgeben, wird klar, dass sich unser tiefster Wunsch und Gottes Wunsch vollkommen decken.

9 Antworten

  1. *Gib mir Kraft für einen Tag*

    Gib mir Kraft für einen Tag!
    HERR, ich bitte nur für diesen,
    dass mir werde zugewiesen,
    was ich heute brauchen mag.

    Jeder Tag hat seine Last,
    jeder Tag bringt neue Sorgen
    und ich weiß nicht, was für morgen
    du mir, HERR, beschieden hast.

    Aber eines weiß ich fest,
    dass mein Gott, der seine Treue
    täglich mir bewies aufs Neue
    sich auch morgen finden lässt.

    Gib mir heute deinen Geist,
    dass das Band wird stark erfunden,
    das mich hält mit DIR verbunden
    und bis morgen nicht zerreißt.

    Nun, so will ich meine Bahn
    ohne Sorgen weiter schreiten.
    DU wirst Schritt für Schritt mich leiten,
    bis mein letzter Schritt getan.

    Edith Stein

  2. Meine Lieben
    Ich danke euch von ganzem Herzen für eure aufbauenden Worte .
    Es ist so
    Wir werden getragen, in all diesen Tagen, in all dieser Zeit, in aller Ewigkeit.
    In tiefer Verbundenheit, Dankbarkeit 🙏❤️

  3. Liebe Marianne
    Als ich deine Zeilen gelesen habe, stiegen kurz Tränen des Mitgefühls auf. Die Gewissheit, dass die LIEBE GOTTES immer present ist und wir in IHR aufgehoben und nie allein sind, gibt in Situationen wie diesen Trost. Du bist gesegnet.

  4. Mein Herz ist so schwer und traurig. Doch ich habe in mir die Sicherheit, ich bin nie alleine
    Ich musste meinen Mann loslassen, er hatte die Wiederbelebung nicht überstanden.
    Nun ist er vollkommen frei und in Frieden bei unserem Vater…
    Ich habe immer mal wieder das Gefühl, das schaffe ich nicht. Doch genau dann, setzt der Kurs wieder ein, ich weiß, ich getragen und behütet von der liebe Gottes, dem Sohn und dem Heiligen Geist…Danke
    Amen

    1. Den Schmerz bezwinge,
      der um Formen trauert,
      gedenke dessen,
      was ewig dauert.
      Der Glockengießer,
      der sein Werk vollbringt,
      zerstört die Form
      und seine Glocke klingt.
      So auch zerstört,
      mit seinem Schwingenschlag,
      der Tod die Form
      auf das die Seele tönen mag.
      (Manfred Kyper)

    2. Liebe Marianne,
      sei dir gewiss du bist immer getragen und erhalten von der Liebe Gottes. Die Liebe Gottes wischt deine Tränen ab. Lasse dich vertrauensvoll in die Arme Gottes sinken. Gib ihm deinen Schmerz. Du bist nie alleine.
      Sei gesegnet 🙏
      In liebevoller Verbundenheit
      Barbara

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