Tageslektion 276

Des Schöpfers Urklang

Das Wort Gottes ist keine Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern die Melodie der Schöpfung selbst. Es ist der Urklang, der uns ins Dasein ruft, dass wir rein und heilig wie die Schöpfung sind. Diese Melodie spielt ohne Unterlass in uns, sie ist nicht laut, oder aufdringlich, sondern wie ein Grundton, der nie verstummt. Wenn der Kurs sagt, dieses Wort sei uns gegeben, heißt das: Wir tragen diesen Klang in uns, um ihn in die Welt zu bringen. Jedes Mal, wenn wir vergeben, wenn wir die Unschuld in unseren „Heiligen Freunden“ sehen, stimmen wir uns auf diese Melodie ein. Wir singen sie nicht mit den Lippen, sondern mit unserem Herzen.

Sobald wir aufhören, uns selbst als getrennt und schuldig zu betrachten, hören wir wieder den Urklang, aus dem wir erschaffen sind. Wir erkennen dann, dass wir nicht selbstgemacht sind, sondern getragen, als Teil einer Symphonie, die Gott komponiert hat. Und in der Begegnung mit anderen können wir diese Melodie weiterschenken. Innerlich können wir jedem sagen: Hör genau hin, in dir klingt dieselbe Melodie. Du bist rein und heilig, so wie Gott dich schuf. So wird diese Lektion zu einer Praxis des Einstimmens. Wir wählen, nicht länger die schrillen Töne des Egos zu verstärken, sondern den sanften Klang der Schöpfung. Es ist die einzige Melodie, die wirklich heilt, weil sie uns an unser wahres Selbst erinnert. Auf welchen Klang willst du heute hören, auf die Dissonanz der Trennung oder auf die Melodie der Schöpfung?

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