Die verrückte Idee der Trennung
Als sich die, verrückte Idee, der Trennung in den Geist des Sohnes Gottes einschlich, entstand der Gedanke, es gäbe etwas Besseres als die Einheit. Wir wollten Gott sein, und so entstand die Welt der Formen. Gott hat diese irdischen Formen nicht erschaffen. Die Formen entstanden, weil durch unsere Entscheidung für das Denksystem des Egos die Einheit verzerrt wurde. Ein Teil des Christusgeistes musste einschlafen, um diesen Traum erleben zu können. Nun hielten Zeit und Raum Einzug in dieses Konstrukt, und die Welt der Formen wurde zu einem Ort, an dem wir unsere Wünsche ausleben und uns vor Gott verstecken konnten.
Es ist wichtig zu erkennen, dass uns das nicht zu schlechten Menschen macht. Wir kamen hierher, um uns als von Gott getrennt zu erfahren, also verfolgten wir das, wozu wir hierhergekommen waren. Wir übernahmen selbst die Rolle Gottes, in der wir alles wählen konnten, von dem wir glaubten, es würde uns Glück bringen. Wir glauben, dass es uns tatsächlich gelungen ist, uns von Ihm loszusagen, was natürlich nicht möglich ist. Wir versteckten uns vor Ihm in dieser illusorischen Welt. Wir betrachten die Welt nicht als Illusion, da sie uns real und fest erscheint. Unser schlafender Geist hat sich selbst getäuscht und glaubt, dass diese Welt unsere Realität ist. So urteilen wir gegen Gott, indem wir versuchen, Ihn als im Unrecht zu erweisen – was bedeutet, Sein Kritiker zu sein. Jedes Mal, wenn wir unseren Bruder für seine Verfehlungen kritisieren, urteilen wir gegen Gott, Der die Vollkommenheit unserer Brüder und unserer selbst bekräftigt hat.