Tageslektion 248

Mein wahres Selbst ist unberührt

Seien wir ehrlich, solange wir leiden, fühlen wir uns absolut sicher, dass wir es sind, die leiden. Ob Grippe, Trauer oder Schmerz, es scheint, als gäbe es kein Entkommen. Und genau hier setzt der Kurs an. Er sagt nicht, dass du nichts fühlst, sondern, dass das, was da leidet, nicht du bist. Das Ego (Zarbulon) schreit hingegen: Siehst du? Es ist dein Körper, dein Schmerz, dein Tod. Doch der Kurs erinnert daran, dass es nur ein Fantasiegebilde ist, mit dem wir uns verwechselt haben. Das wahre Selbst, ist unverändert.

Wenn ich mitten in der Trauer sagen kann: Ja, da ist Trauer, doch was trauert, bin nicht ich selbst, dann ist das keine Verleugnung, sondern ein Schritt zurück ins Licht. Ich nehme die Erfahrung ernst, aber ich gebe ihr nicht länger die Macht, meine Identität zu bestimmen. Genauso beim Tod: Was stirbt, bin nicht ich und was ich bin, lebt ewig. Diese Umkehr entzieht dem alten Vorwurf an Gott den Boden. Denn solange wir glauben, er habe uns Schmerz und Tod gegeben, können wir ihn nicht lieben. Erst wenn wir sehen, dass all das unser wahres Selbst überhaupt nicht betrifft, öffnet sich der Weg zurück zu Ihm. Dann spüren wir wieder, dass wir sind, wie Gott uns schuf. Nichts ist zerstört, nichts verloren. Nur die Liebe bleibt und sie ist eins mit Gott.

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