Tageslektion 236

Wahre Freiheit

Der Kurs sagt uns, dass das Geheimnis der Erlösung darin liegt, zu erkennen, dass ich mir das selbst antue. Das klingt im ersten Moment vielleicht hart, ist aber eigentlich eine gute Nachricht. Denn es bedeutet: Da draußen gibt es keine feindlichen Kräfte, die mir etwas antun. Es ist mein eigener Geist, der sich verirrt hat, und genau deshalb liegt auch die Lösung bei mir. Niemand außer mir bestimmt, was in meinem Geist geschieht. Und das heißt: Ich kann neu wählen.

Oft fühlt es sich nicht so an. Es scheint, als würde unser eigener Geist uns herumkommandieren, uns sagen, was wir denken, fühlen und machen sollen. Genau hier setzt der Kurs an. Er ist ein Training, damit wir lernen, unseren Geist wieder zu führen. Denn wir haben die Rollen vertauscht. Anstatt dass wir den Geist lenken, lassen wir uns von seinen Projektionen lenken. Wir haben Bilder in die Welt gesetzt und geben ihnen dann die Schuld für unser Leiden. In Wahrheit aber sind wir die Ursache, und nicht die Opfer der Wirkung. Der Geist ist ein Werkzeug, das uns gegeben wurde. Er tut nur das, was wir von ihm verlangen. Das Problem ist, dass wir unbewusst das Ego wählen lassen, und so hat uns der Geist Trennung, Schuld und Angst gezeigt. Doch wir können diese Wahl ändern. Wir können sagen: Heiliger Geist, zeige du mir, was wahr ist. Zu erkennen, dass wir nicht Opfer sind, sondern die Wahl haben, unserem Geist eine neue Führung zu geben, das ist wahre Freiheit.

3 Antworten

  1. Da kommt ein Sinnbild aus der Yoga-Lehre hoch: Der Geist als Wagen mit wilden, ungezügelten Pferden. Der Wagenlenker, der die wilden Pferde (Gedanken) zügelt und in die rechten Pfade lenkt.
    In diesem Sinne: „Ich herrsche über meinen Geist, über den allein ich herrschen muss.“
    Namaste, einen geführten Tag !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert