Tageslektion 230

Gottes Stimme oder unsere Erfahrung

Die eigentliche Frage ist, wem glauben wir, der Stimme Gottes oder unserer eigenen Erfahrung? Eins von beidem muss falsch sein. Es ist erstaunlich, wenn wir uns klarmachen, dass all unsere Erfahrungen in dieser Welt nur Träume sind. Doch was wäre die Alternative? Würden wir nicht behaupten, dass Gott lügt, dass seine Schöpfung fehlerhaft ist? Genau das geschieht, wenn wir darauf bestehen, keinen Frieden zu haben.

Wenn Gott wahr ist und seine Schöpfung vollkommen, dann liegt der Irrtum in unserem Denken. Unser Geist zeigt uns eine Welt, die nicht die Wahrheit ist. Wir können es beobachten, wir sehen immer nur, was wir zu sehen erwarten. Wir erleben, wie Menschen dieselbe Situation völlig unterschiedlich deuten. Selbst der scheinbare Sonnenauf- und ‑untergang ist nicht, was er zu sein scheint. Es ist nicht die Sonne, die sich bewegt, sondern die Erde. Vielleicht bedeutet unser Unfriede also gar nicht, dass Frieden fehlt. Vielleicht leuchtet der Friede Gottes ununterbrochen, und nur unser Geist hat sich abgewandt. Im heiligen Augenblick erkennen wir, dass der Frieden nie fort war. Er ist jetzt hier, in uns. Wir brauchen uns nur von den Geschichten des Egos abzuwenden, und wir entdecken das Licht des Friedens in uns.

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