Die goldene Regel
Die goldene Regel lautet: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.“ Mit anderen Worten: Was du gibst, erhältst du zurück. Es scheint, als hätten wir die Wahl, was wir geben. Die Wahl besteht darin, unseren Brüdern Liebe anzubieten oder sie ihnen vorzuenthalten. Bei diesem Gesetz gibt es jedoch keinen Spielraum. Was ich gebe, erhalte ich zurück. Es ist ein unveränderliches Gesetz. Wenn ich Schmerz verursache, spüre ich im Gegenzug Schmerz. Wenn ich angreife, empfinde ich Schuldgefühle und glaube, ich verdiene eine Strafe – und ziehe sie dadurch in mein Leben. Die schwierigen Ereignisse in unserem Leben beruhen auf dem unbewussten Glauben, dass wir diese wegen unserer Angriffe verdienen.
Jeder Angriff zielt darauf ab, zu verletzen. Wir können sagen, wir hätten es nicht so gemeint, aber wir belügen uns selbst. Wir greifen an, weil wir es wollen. Deshalb erfordert das Beobachten des Geistes Disziplin, Wachsamkeit und den Mut, ganz ehrlich zu uns selbst zu sein. Es verlangt von uns, unsere Absichten offen zu betrachten und zu erkennen, wo wir versuchen, von anderen etwas zu erlangen, indem wir sie zu unserem persönlichen Vorteil nutzen. Wann immer wir unserer Besonderheit dienen, verletzen wir zuerst uns selbst. Kaum etwas entzieht dem Ego schneller seine Macht, als diese Wahrheit ernst zu nehmen. Jede Situation wird dann zu einer Gelegenheit, unsere Abwehr zu erkennen und die Verantwortung für unsere Projektionen zurückzunehmen. Wo uns Güte fehlt, wartet Vergebung – und damit Heilung. Vergebung beginnt in dem Augenblick, in dem wir erkennen, dass wir unseren Bruder verlieren lassen wollten, um selbst zu gewinnen.
7 Kommentare
Eine für mich „schwierige“ Aussage – oder Zusammenfassung der Tageslektion – von Dir Gottfried. Nicht, weil es nicht war wäre, sondern weil ich es – auch – sehr anders erlebe. Ein allgemeines, soweit verständliches Beispiel wäre „die C-Zeit“.
Wer da in der Haltung blieb „Ich weiß es nicht genau, ich will schauen, mir erscheint vieles uneindeutig, ich will nicht so einfach mitmachen – und gegen die sein, die nicht mitmachen“ wurde sehr schnell in die übelste Ecke gestellt. Von seinen Mitmenschen, einfach nur so.
Sicher, wenn man aus allem raus ist, ist das egal. Aber solange „ich“ noch in dieser Identität hier herumlaufe / es eben noch diese Identität in einem Teil des SELBSTES gibt (ich kann es nicht besser ausdrücken), brauche ich auch eine gewisse soziale Einbindung. So, wie Essen und Trinken und die Luft zum Atmen.
Ja, es ist ein Benutzen des anderen, des Bruders!
Ja, es ist ein Suchen nach Vorteilen auf Kosten des Mitmenschen, auf der Basis einer Wahnexistenz.
Ja, es gilt hier absolut: „Was weiß ich von Sonne Weib und Wind, das Herz ist gefräßig, das Auge blind“ [Autor?].
Aber für mich spielt das Maß noch eine Rolle! Ich muss mich nicht nur niederträchtig verhalten. Ich muss mich nicht gehen lassen bis zum Abwinken. Ich muss nicht – blind – dem apokalyptischen Tier folgen.
Ich hoffe, dass das („für mich“) zu einem Läuterungsgang wird, zu einer Erkenntnis, wie furchtbar das Ego-„Leben“ ist: alles nur Fressen und Gefressen werden. Ja, das will ich noch nicht ganz annehmen. (Warum? Weil ich mich dann als schuldig daran sehe. Ich habe es doch gemacht! Aber das ist ein anderes Thema).
Mit meinen Mitmenschen aber bin ich (noch) nicht im Reinen: Es gibt für mich einfach „unterschiedliches Verhalten“. Das gebe ich ehrlich zu. Auch, dass ich es so sehen will (!).
Und: Es ist mir auch nicht gleich, wie ich mich verhalte – ohne mich zu „kasteien“. Wenigstens möchte ich mich um eine gewisse Ehrlichkeit, mitmenschliche Erreichbarkeit bemühen, um ein maßvolles Verhalten, etwas meine Urteile in Frage stellen (Byron Katie), sie auch zurücknehmen.
Ja, auch dann, wenn das alles Illusion ist. Und natürlich, es letztlich zu nichts führt, ja, sogar absoluter Wahnsinn ist, in Illusionen nach mehr oder weniger Illusion, in Wahn nach mehr oder weniger Wahn, zu unterscheiden, auf mehr oder weniger Urteil zu setzen.
Aber da, in dieser Absolutheit, bin ich nicht – wie ich jeden Tag erlebe. Darum sende ich hier auch keine Herzchen und rufe nicht „Segen, Segen“. Ich finde das alles sehr, sehr nüchtern: ein Gang durch die Hölle.
Keine Bedingungen, keine Erwartungen an die Welt stellen, in den Beziehungen keine Qualitäten mehr anstreben. Freiheit von……, ist Freiheit.
Freiheit von Haben im Umgang mit den Dingen der Welt.
Liebe liebt, sie fragt nicht danach wer oder was vor Ihr steht.
Lieber Gottfried,
jeden Morgen schreibst Du diese wahren Worte, sprichst JEDEN MORGEN einen Satsang und ich bin soooo beeindruckt von dieser Disziplin. Wie geht das??? Du wirst vielleiecht antworten „Die Praxis“ 😉 ?! Ich höre Deine Podcasts schon ein paar Jahre, praktiziere auch die Lektionen und merke, dass ich immer ehrlicher mit mir und anderen werde. Ich halte mich nicht immer an die Tageslektion, aber es kommen ganz intuitiv in unterschiedlichen Situationen Lektionen an die ich mich erinnere. Gerade wenn Schuldgefühle da sind, höre ich in mir „ich bin nach wie vor wie Gott mich schuf.“ Danke für´´s Erinnern lieber Gottfried! Liebe Grüße, Judi
Lieber Gottfried, diese Regel wende ich seit ich denken kann an…..sehr oft war das Echo aber nicht das was ich ausgesendet habe….warum kann dies so sein??
mir ist heute bewusst geworden ob ich so“nett“war und gegeben habe, aber nicht aus Liebe sondern in Erwartung bzw aus meiner Opferhaltung….denn ich bekam oft nicht diese Anerkennung bzw Liebe die ich erhofft hatte.
Steckt hinter unserm Helfersyndrom dieses ursprüngliche Schuldgefühl Gott verlassen zu haben und sich quasi deshalb selbst demütigen zu müssen?
Danke für deine täglichen Impulse 🥰
Ich konnte mich in meinem Leben oft nicht mit fragwürdigen Regeln anfreunden. Darum habe ich sie immer hinterfragt.
Schön, dass du heute meine Lieblingsregel auf deiner Website aufgeschrieben hast. Diese Regel habe ich schon immer geliebt und es war für mich die wichtigste, die ich als Lehrerin und Mutter weiter gegeben habe:
„Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem Andern zu!“
Danke, geliebter Bruder Gottfried 🙏
Seid alle gesegnet hier durch die
EWIGE
🤍LIEBE GOTTES🤍
🕊️
Alles, was im Moment in den Lektionen thematisiert wird, erscheint 1:1 in meinem Leben.
Alte Geschichten tauchen wie aus dem Nichts heraus wieder auf; wie magisch laufen Geschichten wie Filme vor mir ab… Damals fühlte ich mich als passives Opfer…
Unglaublich, was da jetzt passiert: Ich darf neu wählen und entscheiden.
Ich bin kein Körper… Ich bin frei.
ES DARF NUN ENDLICH IN MEIN BEWUSSTSEIN VORDRINGEN.
Danke dem Leben für die CHANCE; danke dem Kurs, danke für die morgendlichen Unterweisungen.
Alles, was im Moment in den Lektionen thematisiert wird, erscheint 1:1 in meinem Leben.
Alte Geschichten tauchen wie aus dem Nichts heraus wieder auf; wie magisch laufen Geschichten wie Filme vor mir ab… Damals fühlte ich mich als passives Opfer…
Unglaublich, was da jetzt passiert: Ich darf neu wählen und entscheiden.
Ich bin kein Körper… Ich bin frei.
ES DARF NUN ENDLICH IN MEIN BEWUSSTSEIN VORDRINGEN.
Danke dem Leben für die CHANCE; danke dem Kurs, danke für die morgendlichen Unterweisungen.