Tageslektion 216

„Alles, was ich tue, tue ich mir selbst an.“

Der Kern der heutigen kurzen Zusammenfassung ist der erste Satz: „Alles, was ich tue, tue ich mir selbst an“. Wenn wir diesen Gedanken konsequent umsetzen würden, was für eine Veränderung würde es in unserem Teil der Welt geben!

Eine kleine persönliche Liste
Du kannst ohne Schuld deine eigene erstellen.

  • Wie begrüße ich Leute am Telefon?
  • Wie reagiere ich auf Unterbrechungen?
  • Wie betrachte ich die Menschen, die mich in Geschäften und Restaurants bedienen?
  • Wie reagiere ich auf Gesprächsfetzen, die ich in den Abendnachrichten höre?
  • Wie behandle ich arme oder obdachlose Menschen, denen ich begegne?
  • Was denke ich über die Superreichen?
  • Wie denke ich über andere Fahrer?
  • Was erzähle ich anderen über meine Freunde, wenn sie nicht anwesend sind?
  • Wie spreche ich mit mir selbst, wenn ich einen Fehler mache?
  • Wie denke ich über Menschen, die eine andere Meinung haben als ich?
  • Wie bewerte ich Körper, meinen eigenen und die der anderen?
  • Wie gehe ich mit Kritik um, von außen oder aus meinem eigenen Kopf?
  • Wie sehe ich Menschen, die scheinbar „mehr“ erreicht haben als ich?
  • Wie verhalte ich mich gegenüber Menschen, die mir „nichts bringen“?
  • Wie offen oder verschlossen bin ich, wenn jemand Hilfe braucht?

„Alles, was ich tue, tue ich mir selbst an.“

Wenn ich diese Worte wirklich ernst nehme, beginnt ein sanfter Wandel. Ist es dann ein Wunder, dass ich mich schlecht behandelt und missverstanden fühle, wenn ich selbst so oft auf Angriff, Spaltung und Urteil programmiert bin? All diese scheinbar „kleinen“ Reaktionen im Alltag sind wie Spiegel, die mir zeigen, wie ich innerlich mit mir umgehe. Jeder sarkastische Kommentar, jede abschätzige Geste, jedes abwertende oder überlegene Urteil ist ein stiller Ruf nach Liebe, an mich selbst. Diese Momente sind keine Fehler. Sie sind Einladungen, uns daran zu erinnern, dass ich mich selbst nicht kreuzigen muss.

Deshalb steht im Handbuch für Lehrer dieser scheinbar paradoxe Satz: „Der Lehrer Gottes ist aus Eigennutz großzügig.“

Denn wenn ich freundlich bin, vergebe, Geduld habe oder einfach still bleibe, tue ich das nie nur für den anderen. Ich befreie mich selbst und erinnere mich dadurch daran, wer ich bin.
Und je öfter ich das tue, desto weniger möchte ich mich selbst verletzen, und desto weniger verletze ich andere. So einfach, still und tief.

4 Antworten

  1. Genau,
    diesen wunderschönen Satz lasse auch ich tief in mein Inneres sinken, um es zu bewahren und umzusetzen .
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Herzlichen Dank mit Gottes reichem Segen an euch alle

  2. Stille, Tiefe und Wahrheit sinken ins Innere – und machen Frieden und Liebe spürbar ! Erinnern wir uns den ganzen Tag über daran und tragen wir dies gemeinsam in die Welt !
    Danke von ganzem Herzen ❤️

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