Tageslektion 206

Die Wahrheit erinnern

Als Folge des Glaubens, dass wir unsere Identität von Gott gestohlen haben, erleben wir Schuldgefühle, daraus folgend Scham, und schließlich verlieren wir uns in einer selbstgemachten Opfermentalität, weil das Ego uns davon überzeugt hat, dass wir der Schöpfung und dem Schöpfer echten Schaden zugefügt haben. Wir haben diesen Mythos verinnerlicht, aber er entspricht nicht der Wahrheit. Wir glauben, wir hätten unser Zuhause zerstört, unsere unberührte Natur geschädigt, und fürchten nun eine Strafe. Wir sind wie der verlorene Sohn, der glaubt, er habe den Schatz seines Vaters gestohlen und könne seinem Vater nie wieder unter die Augen treten, weshalb er sich stattdessen bei den Schweinen ein Zuhause sucht.

Jesus sagt, wir haben lediglich die Wahrheit vergessen, die noch immer im Geist vorhanden ist, und dass wir Gott tatsächlich nie verlassen haben – außer in Träumen. Der verlorene Sohn glaubte, ihm würde niemals vergeben werden, doch als er nach Hause zurückkehrte, empfing ihn sein Vater mit offenen Armen und feierte seine Rückkehr. Auch unser Vater sehnt sich nach unserer Rückkehr in das Zuhause, das wir nie verlassen haben – außer in Träumen –, und ist bereit, uns willkommen zu heißen. Unser quälendes, vages Gefühl, dass wir etwas Schreckliches getan und unsere Unschuld verloren haben, lässt uns in der Welt nach dem suchen, was wir zu haben verloren glauben. Das Ego bietet uns alle möglichen Ersatzmittel an, um uns in seinen Fängen zu halten, bis wir erkennen, dass nichts davon uns das Glück und den Frieden bringt, nach denen wir uns sehnen.

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