Der Auflösungsprozess
Die Aussage „Ich bin kein Körper“ kehrt in den Wiederholungslektionen immer wieder zurück. Das ist kein Zufall. Jesus macht deutlich, dass unser Fortschritt im Kurs davon abhängt, diese Wahrheit nicht nur zu verstehen, sondern sie tief im Herzen anzunehmen. Es ist ein Prozess, in dem wir erkennen, dass wir uns in allem, was wir wahrnehmen, geirrt haben und dass wir eine andere Wahl treffen können. Wir streben in diesen Übungen nach tiefem Loslassen. Wir lassen zu, dass jeder Ego-Gedanke, der uns in den Sinn kommt, ins Bewusstsein gebracht und dem Heiligen Geist übergeben wird. Wir erkennen an, dass wir nichts wissen, und sind daher bereit, unterwiesen zu werden. Zu sagen: „Ich weiß es nicht“, ist für das Ego zutiefst bedrohlich, doch es ist der Beginn des Auflösungsprozesses.
Der Prozess ist anspruchsvoll und erfordert Anstrengung. Er verlangt Wachsamkeit bei der Beobachtung unserer Gedanken. Unser Geist wird abschweifen, doch wir machen diese Lektionen, um mehr Achtsamkeit, Konzentration und Disziplin zu erlangen. Achte darauf, worüber du nachdenkst, damit deine müßigen Gedanken losgelassen werden können. Diese Ego-Gedanken sind nicht die Wahrheit und definieren dich nicht. Sie sind das Geschwätz des Egos, das uns davon abhält, die Stimme des Heiligen Geistes zu hören, die konstant da ist und uns an die Wahrheit erinnert. Unsere müßigen Gedanken hindern uns daran, unsere Wirklichkeit zu erkennen. Es geht nicht darum, diese Gedanken zu unterbinden, sondern lediglich darum, unser Interesse und unsere Aufmerksamkeit davon abzuwenden.