Tageslektion 193

Du bist größer als jede Grenze, an die du glaubst

Wir kommen durch die Geburt in diese Welt und glauben, dass das Spiel bereits begonnen hat, und wir müssen lernen, wie man in der Welt lebt und wie man das Spiel des Lebens hier erfolgreich spielt. Wir fühlen uns in diesem Lernprozess herausgefordert, doch zunehmend passen wir uns entweder der Welt an und lernen, das Spiel zu spielen, oder wir haben das Gefühl, bei der Erfüllung ihrer scheinbaren Anforderungen versagt zu haben. Auf die eine oder andere Weise fühlen wir uns zunehmend unwürdig und unfähig, herauszufinden, wie wir den Frieden und das Glück erreichen können, das wir alle suchen. Wir alle haben in diesem Spiel des Lebens Lektionen gelernt, und diese prägen unsere Vorstellungen und Überzeugungen über uns selbst.

Viele Lektionen lernen wir durch Schmerz. Wenn wir mehrere schwierige Beziehungen durchlebt haben, lernen wir vielleicht, niemandem mehr zu vertrauen. Wenn wir in der Schule für Schummeln bestraft werden, lernen wir vielleicht, nicht mehr zu schummeln – oder es besser zu machen. Auf jeden Fall ist die Bedeutung, die wir jedem dieser Ereignisse beimessen, Teil dessen, wie wir lernen, in der Welt zurechtzukommen. Wir haben gelernt, mit unseren Begrenzungen zu leben. Irgendwann halten wir sie sogar für unsere Identität. Was uns einst schützen sollte, wird zu einem Gefängnis. Der Kurs lädt uns ein, diese alten Lektionen loszulassen und zu erkennen, dass nicht die Welt uns blind macht, sondern der Glaube an das, was wir über sie gelernt haben.

6 Kommentare

  1. aufrichtigen Dank lieber Gottfried, Lehrer Gottes, der du uns so behutsam und liebevoll beständig daran erinnerst, es zu sein. In Verbundenheit …

  2. Ja, wir lernen zu schummeln – und noch besser zu schummeln. Also andere – und uns selbst – zu betrügen.
    Oder der „Wahrheit“ zu folgen: nachzuplappern, mitzumachen, wiederzukäuen, was andere als diese hinstellen.
    So wird der Mitmensch zu einem Gegner, Einschränker und ich mir selbst immer fremder.

    Daran ändern auch spirituelle Bücher, Gruppen und Lehrer nichts. Im Gegenteil, dort vollzieht sich dasselbe. Bis, meist durch sehr leidvolle Erfahrung, mir dämmert: Es muss an – und in – mir liegen. Das Licht scheint in der Finsternis – in mir, der ich mich tief verborgen für Finsternis halte – ich habe es aber noch nicht wirklich begriffen. Das Licht, in mir, nicht da draußen, nicht in dem Buch oder bei dem Lehrer.
    Jetzt offenbart mir das Buch ganz anderes, höre ich von Lehrer, was ich vorher nie hörte – von innen.

  3. So wundervoll!
    Gestern Abend ist dieser Satz zu mir gekommen, während ich bewusst Zeit mit mir und der Frage „Wie kann ich vollkommen vertrauen?“ verbracht habe:
    Wenn ich erst wissen muss, bevor ich vertraue, dann vertraue ich gar nicht. Ich kontrolliere.
    Ich darf NICHT wissen.
    I surrender.
    Damit geschehen kann, was geschehen darf.

    Alles Liebe!
    Sandrina.

    1. Wow❣️Danke, liebe Sandrina. Deine Erkenntnis ist sehr offenbsrend auch für mich.
      Die ahnst nicht wie sehr🙏
      Sei gesegnet 🙏

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