Du träumst das alles
Christus kommt nicht, um dir etwas Neues zu geben. Er kommt, um dich an das zu erinnern, was du nie verloren hast. Doch solange der Blick auf Entbehrung und Verlust gerichtet bleibt, scheint das Erbe Gottes verborgen. Seine sanfte Führung lädt dich ein, die Augen zu heben und deine wahre Fülle wiederzuentdecken. Wie denn? In dem Maß, in dem wir unsere Einheit mit Gott annehmen, schwindet die Versuchung, an Verletzungen festzuhalten oder uns über unser Schicksal zu beklagen. Die Erinnerung an Gottes Gaben ersetzt die alten Geschichten des Egos. Doch die scheinbaren Belohnungen des Opferdaseins können in unserer wahnsinnigen Perspektive Gottes Gaben übertrumpfen.
Der Wahnsinn des Egos zeigt sich auf offensichtliche Weise, wenn wir bereit und willens sind, unsere Beweggründe zu untersuchen und unsere Absichten zu erkennen. Für jede Gabe Gottes versucht das Ego, eine gefälschte Form zu schaffen. Es ist eine „Ersatz“-Gabe, doch in Wahrheit ist es eine Falle. Wir tauschen die Gaben, die Gott uns anbietet, gegen das ein, was das Ego stattdessen anbietet, und diese „Gaben“ bieten nur Schmerz. Solange wir nicht erkennen, dass kein Ersatz für Gottes Gaben uns das bringen kann, was wir suchen, werden wir weiterhin in der Welt nach Glück suchen. Es erfordert Mut und Bereitschaft, Verantwortung für unser Leben und alles zu übernehmen, was uns zu widerfahren scheint. Damit einher geht die Erkenntnis, dass wir uns all dies selbst angetan haben. Wir sind es, die diesen Traum träumen.
Ein Kommentar
Gottfried, Du hast es immer wieder drauf, die Lehre des KiW Lebenspraktisch auf den Punkt zu bringen👍❗️.
Dein heutiger Post ist ein Kleinod an erhellenden, freundlich und bestimmt in die Selbstverantwortung, in das Wesen des KiW führenden Formulierungen.
Merci beaucoup✌️❗️