Den Kreislauf der Projektion unterbrechen
Schau dir noch einmal die Einleitung zu „Was ist Vergebung?“ an. Hier spricht Jesus von unseren Projektionen. „Ein unversöhnlicher Gedanke ist ein Gedanke, der ein Urteil fällt, das er nicht in Zweifel zieht, auch wenn es nicht wahr ist. Der Geist ist verschlossen und wird nicht befreit. Der Gedanke schützt die Projektion, zieht ihre Ketten enger an, sodass die Verzerrungen verhüllter und verschleierter sind, dem Zweifel unzugänglicher und von der Vernunft noch weiter ferngehalten. Was kann sich zwischen eine starre Projektion und ihr Ziel stellen, das sie sich zu ihrem Wunschziel wählte?“
Was wir auf andere projizieren, hält uns davon ab, die unheilbaren Aspekte unseres eigenen Geistes wahrzunehmen. Solange ich dich verurteile, muss ich meine eigene Schuld nicht anschauen. Ich lege sie auf dich und glaube anschließend, du seist die Ursache meines Unfriedens. So wird jedes Urteil zu einer weiteren Kette, mit der ich meinen eigenen Geist gefangenhalte. Ein unbewusster Gedanke von Schuld liegt in meinem Geist. Ich projiziere ihn nach außen und sehe ihn anschließend in einem anderen Menschen oder in einer Situation. Weil ich glaube, dass das, was ich sehe, wirklich von außen kommt, reagiere ich darauf mit Ärger, Angst, Ablehnung oder Verurteilung. Meine Reaktion bestätigt anschließend meine eigene Projektion. Der Kreislauf beginnt von vorn. Vergebung unterbricht diesen Kreislauf. Ich erkenne: Was mich im Außen aufwühlt, zeigt mir etwas in meinem eigenen Geist, das ich jetzt dem Heiligen Geist zur Heilung übergeben kann. So wird aus Projektion eine Gelegenheit zur Vergebung und aus Verurteilung Frieden.
2 Kommentare
Lieber Gottfried und Silke
dank eurer Hilfe geht das Verständnis und das praktizieren tiefer und leichter. Danke für euer Sein 💖💝😘
Lieber Gottfried,
herzlichen Dank für die täglichen Lektionen,
die du mit soviel Hingabe und Liebe praktizierst. Auch wenn ich noch nicht alles umsetzen kann und verstehe, ich weiß,
Ich bin gut aufgehoben.
Dankeschön.