Antwort im Licht

Vom Konzept zur Erfahrung

Verstehen bedeutet nicht, dass wir etwas gelesen oder gehört haben. Verstehen bedeutet, dass eine Idee so tief in uns gesunken ist, dass sie ganz natürlich zu einem Teil unseres Denkens und Handelns wird. Wenn wir dem Kurs zum ersten Mal begegnen, hören wir viele neue Gedanken: „Ich bin kein Körper“, „Nichts Wirkliches kann bedroht werden“ oder „Ich könnte stattdessen Frieden sehen“. Zunächst sind das nur Worte. Wir erinnern uns immer wieder daran, lesen sie erneut oder hören einen Podcast darüber. Doch irgendwann geschieht etwas. Die Idee wandert vom Kopf ins Herz.

Wirkliches Verstehen zeigt sich nicht darin, dass wir die Lehre erklären können. Es zeigt sich in den Momenten, in denen wir sie leben. Wenn uns jemand angreift und wir uns an die Unschuld erinnern. Wenn Angst auftaucht und wir innerlich Frieden wählen. Wenn wir nicht mehr ständig daran erinnert werden müssen, weil die Wahrheit begonnen hat, unser Denken zu durchdringen. So wie ein Schüler eine Formel erst wirklich verstanden hat, wenn er sie anwenden kann, verstehen wir die Gedanken des Kurses erst dann, wenn wir ihre Wirkung erfahren. Deshalb sind die Übungen so wichtig. Sie sind keine Pflichtaufgaben. Sie geben uns die Gelegenheit, die Wahrheit selbst zu überprüfen.

Der Kurs möchte nicht, dass wir ihm glauben. Er lädt uns ein, die Ideen auszuprobieren und ihre Wirkung zu erfahren. Mit jeder Erfahrung wächst das Vertrauen. Aus Vertrauen wird Gewissheit. Und aus Gewissheit entsteht ein natürlicher Frieden. Die Tiefe unseres Verständnisses zeigt sich deshalb nicht darin, wie viel wir über den Kurs wissen, sondern darin, wie beständig Frieden in unserem Geist geworden ist.

5 Kommentare

  1. Wie seht ihr den Satz:
    „Die Menschen sprechen so mit dir wie sie sind, nicht wie du bist.“

    Wie kann man das verstehen?
    Momentan bin ich sehr verunsichert und verwirrt wohin mein Weg geht, was ich wirklich bin. Die Welt macht Druck auf mich, du sollst du musst….
    Das macht keinen Spass und fühlt sich leer an.

    1. Liebe Julia,
      So wie ich diesen Satz verstehe, sehen viele Menschen sich selbst in dir. Sozusagen als Spiegel. Außerdem sehen sie nur das Persönliche von dir. Deine Charakterzüge, Verhaltensweisen, die du zeigst. Sie sehen zumeist nicht das Licht, die Liebe , den Christus in dir. Sie bleiben an der Oberfläche.
      Weiterhin haben viele Menschen Erwartungen an dich und reagieren dementsprechend.
      Oft nicht jedoch auf dein wirkliches Wesen, das Liebe ist.
      So sehe ich das.
      Folge deinem Herzen. Nimm dir Zeit fürs Atmen in der Stille. Komme zur Ruhe. Dein Herz führt dich auf deinem Weg. Und wie es Gottfried sagt, du bist genau dort wo du sein sollst und genau richtig, um zu erwachen.
      Du kannst keine Fehler machen. Sei geduldig mit dir. Du bist nicht allein. Glaube daran: Geister sind verbunden.
      Bitte doch den Hl. Geist um Führung.
      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.
      Alles Liebe für Dich❣️
      Barbara

  2. Ich möchte mich verändern, aber nicht an den Rändern. In der Tiefe meines Seins möchte ich eine Tür aufmachen, da wohnt die Liebe, das Glück und das Lachen.

    Herzliche Grüße
    Frank

  3. Das stimmt so sehr am Anfang war es nur im Kopf und jetzt kann ich es oft fühlen oder erinnere mich an eine Lektion im Alltag einfach so und kann im Geist so antworten…Danke fürs bewusst machen..Ich bleibe sowas von dran an den kleinen Momenten spürt man es lohnt sich dran zu bleiben immer und immer wieder …Danke Danke

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