Wir glauben, der Körper sei unser Selbst
Wir glauben, er denke, fühle, entscheide, liebe, leide und suche. Genau das stellt Jesus infrage. Er sagt, der Körper hat keinen eigenen Willen, keine Vorlieben, keine Zweifel und keine eigenen Ziele. Er wisse nicht, wer er ist, und frage sich auch nicht, wer er sei. Der Körper sucht nicht nach Gott, nicht nach Wahrheit und nicht nach Erleuchtung. Er ist lediglich ein Mittel, das vom Geist benutzt wird. Das bedeutet, dass alles, was wir gewöhnlich dem Körper zuschreiben, in Wirklichkeit dem Geist angehört. Der Körper ist nicht traurig oder verletzt, er fühlt sich nicht schuldig und hat auch keine Angst vor dem Tod. All diese Erfahrungen entstehen im Geist und werden dann auf den Körper projiziert.
Deshalb sagt Jesus auch, dass der Körper zwar zum Opfer gemacht werden kann, sich selbst aber niemals als Opfer fühlt. Ein Körper kann krank werden, altern, verletzt werden oder sterben. Doch das Gefühl „Mir wurde Unrecht getan“ entsteht nicht im Körper. Es entsteht im Geist, der sich mit dem Körper identifiziert hat. Noch radikaler wird es, wenn Jesus sagt, der Körper könne nicht sehen, nicht hören und sei gefühllos. Das widerspricht allem, was wir gelernt haben. Der Kurs sagt jedoch, dass die Augen nicht sehen und die Ohren nicht hören. Der Geist benutzt die Sinnesorgane als Werkzeuge. So wie eine Brille nicht sieht und ein Mikrofon nicht hört, so sieht und hört auch der Körper nicht aus sich selbst heraus.
Der Körper wird ebenso wenig geboren, wie er stirbt. Für unsere Geistesschulung ist wichtig zu verstehen, dass Geburt und Tod Ereignisse innerhalb eines Traums sind. Das wahre Selbst wurde nie geboren und kann daher auch nicht sterben. Was geboren wird und stirbt, gehört zur Welt der Erscheinungen. Der Christus in uns bleibt davon vollkommen unberührt. Am Ende bleibt nur eine Frage übrig: Wenn der Körper keinen Willen hat, nichts weiß, nichts sucht, nichts urteilt und nichts fühlt – wer bin ich dann?
Genau dorthin möchte Jesus uns führen. Nicht zu einer besseren Version von (Namae), nicht zu einem spirituelleren Körper, sondern zur Erkenntnis, dass wir überhaupt nicht das sind, wofür wir uns gehalten haben. Der Körper ist eine Figur im Traum. Der Geist träumt diese Figur. Und jenseits davon bleibt das, was der Kurs den Christus nennt, unverändert, unschuldig und ewig eins mit Gott. Das ist die eigentliche Botschaft. Jesus korrigiert hier nicht unser Verhalten. Er korrigiert unsere Identität.
4 Kommentare
Geht bei Allem was Ihr denkt, sagt und daraus tut vom Vater aus 🥰 also vom Ewigen Frieden von der Ewigen Freude der Ewigen Fuelle der Ewigen Sanftmut der Ewigen Leichtigkeit vo. Ewigen Licht wau von derEwigen Liebe,
Nun gut vor allen Dingen wie ich den Frieden sehe., 🎁
Lieber Bruder Jesus, ich danke Dir fuer Deine Geduld und echt fuer die Gnade den Frieden Gottes immer am Anfang zu Waehlen 🎁
Für mich eine der befreiendsten, ja, einfach erleichterndsten, Aussagen des KiW. Alles „Rennen und Laufen“ mit und nach dem Körper hat seine Ursache im Geist. Ich muss den Körper – mich als Körper- nicht dazu bringen, irgendetwas zu erreichen, zu sein, um so Glück, Fülle, Frieden- zumindest aber doch weniger Mangel – zu finden. Mangel und Fülle, mein entsprechendes Wollen und Scheitern, sind im Geist, nicht im Körper. Nur dort können sie auf wahr oder unwahr überprüft, erkannt werden. Das bietet mir die sofortige Möglichkeit, körperliches Erreichen freizugeben.
Wow! Deine und Gottfrieds heutigen Worte sollte man täglich „praktizieren“, damit es verinnerlicht wird! DANKE ❤️