Antwort im Licht

Eine Nahtoderfahrung im Licht des Kurses in Wundern

Wenn wir eine solche Nahtoderfahrung, wie im Film beschrieben, im Licht des Kurses betrachten, müssen wir diese klar anschauen bzw. unterscheiden. Was die Interviewpartnerin beschreibt, ist eine zutiefst berührende, machtvolle Erfahrung. Das Verlassen des Körpers, kein Schmerz mehr, ein Lichtkörper, ein Himmel ohne Zeit, Heilung aller Wunden, die Begegnung mit Gott, die Entscheidung, zurückzukehren. All das kann den Glauben an den Körper erschüttern und die Angst vor dem Tod relativieren. Und das ist keine kleine Sache. Solche Erfahrungen zeigen auf, dass wir nicht der Körper sind und Zeit nicht existiert.

Und dennoch: Es ist noch eine Erfahrung innerhalb der Wahrnehmung. Es gibt noch ein „Ich“, das etwas erlebt. Es gibt noch einen „Gott“, der spricht. Es gibt noch einen Himmel als Ort, noch eine riesige Hand, noch eine Bewegung von hier nach dort. Das bedeutet, es ist noch Dualität da. Subjekt und Objekt. Geschichte, Ablauf und eine Entscheidung.

Der Kurs unterscheidet hier deutlich. Er sagt nicht, du verlässt den Körper und gehst in den Himmel. Sondern, du warst nie im Körper und nie außerhalb des Himmels. Der Himmel ist kein Ort, den man betritt, sondern der Zustand unveränderlicher Einheit. Gott ist kein Gegenüber, das entscheidet oder spricht, sondern reines Sein, formlose Alleinheit.

Die Bilder, von denen gesprochen wird, Lichtkörper, Portal oder die Hand Gottes, sind symbolische Übersetzungen des Geistes. Wenn sich die Identifikation mit dem Körper lockert, kleidet der Geist diese Erfahrung in vertraute Formen. Das ist nicht falsch, aber es ist nicht die reine Erkenntnis. Reine Erkenntnis wäre ohne Bewegung, ohne Reise, ohne „Zurückgeschicktwerden“. Sondern ganz einfach: Ich bin, und es gab nie Trennung.

Nahtoderfahrungen können das Ego erschüttern, sie können Angst lösen, sie können Vertrauen stärken. Aber sie bestätigen oft noch eine feine Trennung. Die dann in religiösen Beipackzetteln verborgen sind. Ich hier, Gott dort. Wir sind eingeladen, zu akzeptieren, dass Gott nicht außerhalb von uns ist, sondern „Er“ ist das Sein, das du bist.

Deshalb braucht es kein dramatisches Ereignis, kein Sterben, um zu erkennen, dass du Geist bist. Das Erwachen geschieht nicht beim Verlassen des Körpers. Es geschieht, wenn der Gedanke der Trennung aufgegeben wird, hier und jetzt, mitten im Leben.

Das ganze Gespräch kannst du hier ansehen. https://www.youtube.com/watch?v=WEwCsKEwGg4

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