Tageslektion 290

Du kannst es anders sehen

Mit unserer Bereitschaft, Willenskraft und Sehnsucht kann alles, was wir zu wissen glauben, durch den Heiligen Geist umgedeutet und in einem anderen Licht betrachtet werden. Was wir bisher als schmerzhaft und bedrückend empfanden, kann nun als Liebe oder als Ruf nach Liebe gesehen werden. Wir schränken unsere Wahrnehmung nicht länger durch unsere fehlgeleiteten Gedanken ein. Mit anderen Worten: Wir verlieren das Interesse daran, was das Ego zu sagen hat. Wir hören einfach auf, auf seine Sichtweise auf alles zu hören. Wir hören auf, seine Version der Ereignisse zu rechtfertigen. 

Stattdessen wenden wir uns innerlich dem Heiligen Geist zu und verbinden uns in der Stille mit der Wahrheit. Anstatt andere wegen ihrer scheinbaren Angriffe als sündig anzusehen, können wir jetzt in ihnen den Ruf nach Liebe erkennen, der unser eigener Ruf ist. „Heute suche ich mein gegenwärtiges Glück und schaue auf nichts anderes als das, was ich suche.“ Wir sehen darüber hinweg, was jemand sagt oder tut, und erkennen seine Unschuld und damit auch unsere eigene.

10 Kommentare

  1. Lieber Gottfried, danke für Deine heutigen Worte.
    Ich konnte heute durch Deine Ausführungen erstmal wieder das große Göttliche spüren und ich weiß, dass ich nach der Trauer auch meiner Tochter den richtigen Platz geben kann.
    Danke

  2. Lieber Gottfried,
    ich spüre und fühle dass ALLES was ich im Kurs lese und was du in deinen Podcasts sagst 100% tig wahr ist. Ich kann nicht erklären warum das so ist, es ist halt so und das fühlt sich gut an. Und doch frage ich mich, wann hat der Traum begonnen, oder anderst ausgedrückt, wer hat mit dem träumen begonnen und den Traum weiter gegeben? Hat alles bei Adam und Eva angefangen, als sie ihr „eigenes Ding“ machen wollten?

    1. Ich wurde heute morgen im Textbuch an eine Stelle geführt, in der Jesus genau auf diese Frage eine Antwort gibt. Nachzulesen in Kapitel 4, Das EGO und die falsche Autonomie.
      Und zwar gibt er auf die Frage Antwort, wie denn der Geist das Ego gemacht hat. Er sagt, dass es verständlich ist, dies zu fragen, es würde aber keinen Sinn machen, historisch darauf zu antworten, weil die Vergangenheit menschlich keine Rolle spielt … (Siehe ausführlich im Textbuch)
      Aber wer fragt hier? Wer will es wissen? Vermutlich das EGO, das ja alles analysieren will und gedankliche Beschäftigung mit unlösbaren Problemen ist sowieso seine Lieblingsmethode, um uns von dem abzuhalten, was wirklich relevant für unser Lernen ist und zwar, wie wir zum Frieden und der Freude zurück finden bzw. uns zurück erinnern, das wir das eigentlich eh schon sind. Deshalb sollten wir uns auch immer die Frage stellen: Wozu dient es? Also, wozu dient deine Frage in Wirklichkeit? … LG Stephanie

  3. Ich habe mich lange gefragt, was mich davon abhält zu Vertrauen…
    Stattdessen habe ich immer wieder nach Beweisen gesucht.
    Beweise dafür, dass ich nicht fallen gelassen werde vom Leben oder sterbe.

    Und es ist bisher noch NIE etwas wirklich „schlimmes“ passiert in meinem Leben.
    Ich habe schon Dinge erlebt, die für drei Leben reichen würden.
    Doch jedes Mal wurde es nach einer scheinbar aussichtslosen Situation oder Lebenslage besser, als ich mich vorstellen konnte.

    In den Situationen selbst wollte ich immer erst wissen, dass ich vertrauen kann.
    Doch wenn ich erst wissen muss, um zu vertrauen, dann vertraue ich nicht, ich kontrolliere.

    Und dann ist mir noch etwas bewusst geworden…
    Mit dieser Art der vermeintlichen Kontrolle (die ich ja im Grunde nie hatte) habe ich mir ein ganz besonderes Geschenk genommen…
    Mich überraschen zu lassen.

    Ich übe mich immer noch im „nicht-wissen-müssen“ um mich mehr und mehr schon jetzt darauf freuen zu können, dass ich überrascht werde.

    Danke Gottfried, für diese Erinnerungen, die ich schon immer in mir getragen habe.

    1. Liebe Sandrina,
      Dein Beitrag hat mich sehr berührt.
      Du sprichst aus meinem Herzen ❤️
      Es geht mir ganz genauso wie dir.
      Jetzt wurde mir einiges klarer
      Danke
      Jacqueline

  4. In den letzten Tagen ist gefühlt ein Schritt zum erwachen geschehen durch deine Anleitungen Gottfried . Danke ❤️. Immer wieder an die Gegenwart Gottes erinnern und an den Heiligen Geist abgeben.
    Wundervollen Tag an ALLE

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