Tageslektion 239

Sein Geschenk an uns

In unserer täglichen Praxis dieser Lektionen lesen wir „Was ist Erlösung?“ Wir tun, was notwendig ist, um diese Botschaft als tief, aufrichtig und bedeutungsvoll zu erfahren. Wir machen die Morgen- und Abendmeditation und beobachten den Geist den ganzen Tag über, wenn wir durch irgendetwas oder irgendjemanden provoziert werden. Beanspruche heute deine Herrlichkeit und deinen göttlichen Glanz, lege alle falsche Demut beiseite und sei bereit, die Unschuld in jedem zu sehen, dem du begegnest oder an den du auch nur denkst.

Das Ego versucht, sich auf jede erdenkliche Weise zu erhöhen. Es begibt sich gerne auf den spirituellen Weg, weil es das Gefühl genießt, spiritueller zu werden. Es liebt spirituelles Wissen und spirituelle Kraft und wird den Weg so lange weitergehen, wie es weiterhin mehr spirituelles Wissen und Macht ansammeln kann. Mit anderen Worten: Das Ego wird spiritualisiert, was für jemanden, der sich wirklich dem Erwachen verschrieben hat, äußerst hinderlich ist. Unsere Aufgabe ist es, die Identifikation mit dem Ego aufzugeben. Das Ego kann sich klein und unwürdig machen. Ebenso gern erhebt es die Persönlichkeit zu etwas Göttlichem und erklärt: „Ich bin Gott.“ Diese Lektion besagt eindeutig etwas anderes. Gottes Herrlichkeit wird uns in unserer Schöpfung geschenkt. Sie ist Sein Geschenk an uns.

5 Kommentare

  1. Liebe Ursula,
    Wenn du helfend eingreifst, dienst du dem Ganzen aus meiner Sicht. Was du gibst empfängst du. Entscheidend ist, aus welcher Geisteshaltung du es tust. Aus Liebe? Aus Angst? Welchem Zweck dient deine Handlung? Frage den Hl. Geist, was du tun sollst.Und natürlich siehst du es nur, weil es in deinem Geist ist. Du machst ja keine weitere Misshandlung war. Du schützt die Tiere.
    Gleichzeitig lässt du deine Wahrnehmung heilen. Entsprechend der heutigen Lektion kannst du mögliche Urteile dem Täter
    ( derjenige, der misshandelt)gegenüber dem Hl. Geist übergeben. Auf diese Weise heilt ihr beide. Das sind meine Impulse.
    Sei gesegnet, liebe Ursula

  2. Lieber Gottfried, in den letzten Wochen und aktuell auch heute, treffe ich auf Menschen, die ihre Tiere schlecht behandeln oder sogar misshandeln. Ich scheue die Konfrontation nicht und greife ein, um die Tiere zu schützen. Da ja alles meine Projektion ist, frage ich mich, wie ich damit umgehen soll. Was ist in mir, welcher Schatten zeigt sich mir in diesem, meinem Traum? Alles bin ich, somit bin ich auch der Täter. Da ehrlich hinzusehen, tut dann doppelt weh.
    Ich wende die Praxis der Vergebung an, für mich und meinem Bruder. Ist es am Ende vielleicht sogar verkehrt, wenn ich helfend eingreife, denn damit mache ich die Traumbilder ja für mich wahr? Trotz vieler Jahre mit dem Kurs bringen mich solche Situationen sehr durcheinander und ich bitte dann um Hilfe.
    Lieber Gottfried, danke für deine Unterstützung, das bedeutet mir sehr viel.
    Herzensgrüße von Ursula

    1. Es ist nicht verkehrt einzugreifen. Vergebung bedeutet nicht, tatenlos zuzusehen. Du kannst ein Tier schützen und gleichzeitig den Täter nicht innerlich verurteilen. Die Frage ist nicht: „Welcher Schatten bin ich?“, sondern: Mit welchem Lehrer schaue ich darauf? Bitte den Heiligen Geist, dir zu zeigen, wie du handeln kannst, ohne Hass und ohne Schuld. Du bist nicht der Täter. Du bist der Geist, der jetzt neu wählen kann.

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