Antwort im Licht

Der Atem als Erinnerung

Den „Heiligen Augenblick“ bewirken

Wir atmen ununterbrochen. Wir müssen uns nicht daran erinnern, den nächsten Atemzug zu nehmen – er geschieht. Genau darin liegt eine wunderbare Möglichkeit für unsere geistige Praxis.

Solange wir atmen, können wir uns erinnern.

Der Atem kann zu einer stillen Brücke werden, die wir jederzeit nutzen können. Mitten im Gespräch, beim Autofahren, vor dem Einschlafen oder genau dann, wenn Angst, Ärger oder Sorgen unseren Geist beschäftigen. Wir brauchen dafür keinen besonderen Ort und keine lange Meditation.

Wir verbinden einfach das, was ohnehin geschieht, mit der Erinnerung an die Wahrheit. Dabei denken wir mit jedem Ein- oder Ausatmen jeweils ein Wort.

Ich nenne es gerne den Christus-Atem.

Atme ein: ICH
Atme aus: BIN
Atme ein: IMMER
Atme aus: VOLLSTÄNDIG

ICH – BIN – IMMER – VOLLSTÄNDIG.

Und wenn wir an einen Menschen denken, den wir gerade als bedürftig, krank, schwierig oder unvollständig wahrnehmen:

Atme ein: DU
Atme aus: BIST
Atme ein: IMMER
Atme aus: VOLLSTÄNDIG

DU – BIST – IMMER – VOLLSTÄNDIG.

Damit üben wir etwas sehr Tiefes aus Ein Kurs in Wundern: Wir schauen für einen „heiligen Augenblick“ über das Bild hinweg, das uns die Wahrnehmung zeigt, und erinnern uns an das, was Gott erschaffen hat.

Je öfter wir den Atem damit verbinden, desto selbstverständlicher kann diese Erinnerung unseren Alltag begleiten. Der Körper als Lernhilfe, er atmet bereits. Wir geben ihm jetzt einen neuen Zweck: uns immer wieder daran zu erinnern, wer wir wirklich sind.

9 Kommentare

  1. interessant das mit dem Atmen – oder Atem, wie Du es siehst, ihn anwendest.
    Ja, viele spirituelle Lehrer tun das in dieser Art. Der Atem wird vielfach verklärt, bis hin zum Atem Gottes, in den sich der Mensch hineinatmet.

    Für.mich ist der Atem der unabweisbarste und zwingendste Teil der Trennung, des Beweises des Glaubens an Trennung.
    Welcher Gott der Einheit würde sich aufspalten in Ein- und Ausatmung?
    Was für eine Einheit wäre das, die etwas „hinterherhecheln“ muss?
    Welche Qual verursacht nur eine winzige Störung beim Atmen? Das ist „göttlich“?

    Ich empfehle als Klärungsübung, um Klarheit darüber zu erhalten, woran ich glaube, wie tief ich davon überzeugt bin, kein Körper zu sein, einmal die Luft anzuhalten. „Ich bin kein Körper, ich bin frei“?
    Vieleicht wird mancher Kursschüler überrascht sein, dass er tatsächlich nicht mehr atmen muss – der Körper ist eine Illusion.
    Vielleicht wird mancher Kursschüler überrascht sein, wie ihn die Atemnot, die Luftnot niederzwngt.
    Das recht genommen, kann sehr sehr heilsam sein, eine Kursschüler-Arroganz, klar korrigieren. Vor allem Kurs-Fanatismus auflösen und einen Zustand der Ernüchterung bewirken – unabdingbar für den Lernprozess.

    Denn: Mir geschieht stets nach meinem Glauben.

    Und ist es nicht das Versprechen des Heiligen Geises, alles, aber auch alles in meinem Geist Verborgene, jedes Fitzelchen meines Glaubens – oder meiner Glauben – ins Licht zu bringen? Auf dass ich es erkenne – und in Wahrheit erneut wählen kann?

    1. Ich nutze alles, was praktikabel ist und dem Lernen dient. Der Körper ist unsere Lernhilfe, mit allem, was zu ihm gehört, Hände, Füße, Augen, Gehirn. Dazu kann auch der Atem gehören. Wir benutzen den Körper, solange wir an ihn glauben, um schließlich zu lernen, dass er nicht unsere Identität nicht.

      Den Atem abzulehnen, weil er zum Körper gehört, während wir gleichzeitig essen, schlafen, sprechen, Auto fahren und einen Computer benutzen, wäre für mich keine besonders konsequente Anwendung des Kurses.

      Der Kurs verlangt auch nicht von uns, dem Körper zu beweisen, dass er unwirklich ist. Die Luft anzuhalten, um zu testen, ob ich wirklich kein Körper bin, verwechselt die Ebenen. Damit mache ich aus einer geistigen Aussage eine körperliche Mutprobe.

      „Ich bin kein Körper. Ich bin frei.“ bedeutet nicht: Mein Körper braucht keinen Sauerstoff mehr. Es bedeutet: Meine Identität wird durch diesen Körper nicht bestimmt.

      Deshalb benutze ich den Atem genauso wie Worte, Beziehungen, Begegnungen oder jede andere Form, wenn sie mir hilft, meinen Geist neu auszurichten. Der Heilige Geist kann schließlich genau das, was das Ego für die Trennung benutzt hat (der Atem), einem anderen Zweck geben. Und genau da wird es praktisch. Der Kurs-Fanatiker, bleibt in der Theorie und somit in seiner beliebigen Sicht stecken.

      Wir müssen den Körper nicht bekämpfen, um zu beweisen, dass wir Geist sind. Wir können ihn als Lernhilfe benutzen, bis wir ihn nicht mehr brauchen.

      1. Danke lieber Gottfried, tolle, schlüssige und sehr hilfreiche Antwort auf Claudio … den Körper nicht bekämpfen, um zu beweisen, dass wir Geist sind! ❤️

  2. ❤️Dank, für dein unermüdliches Wirken, es hilft täglich so sehr, auch dieser Atemsatz ist wieder eine große Bereicherung!
    Meine Liebe grüßt eure Liebe 🤩

  3. Herzensdank lieber Gottfried, für diese wundervolle Zusammenfassung, für dieses einfache und effiziente Werkzeug, das immer dabei ist: Der Atem und DER Satz, dessen Wirkung ich noch nicht genügend ermessen kann.
    Eins jedoch habe ich schon erfahren dürfen: Er entspannt mich. Er beruhigt mich. Er stimmt mich friedlich. Er nimmt mich einen Moment aus dem Geschehen. Ich bin immer vollständig.
    Danke♥️🙏

  4. Ihr Lieben liebenden ja das ist wundervoll dass mache ich schon ewig mit ich bin das Licht der Welt Du bist das Licht der Welt.

    Also atme ich Licht ein und durchflute meine Geist und Koerper mit dem Licht vom Heiligen Geist danke.
    . Gottfried und Jesus begegnet mir in jedem 🫱💚🫲

  5. Ein riesen Dankeschön 🙏❤️🕊 für dieses WUNDERVOLLE Werkzeug 🙏🪷🦋 lieber Gottfried ❤️❤️❤️ und Danke für Dein unermüdliches Tun und Geben, Wow, einfach von ganzem Herzen DANKE!!!!! 🙏🙏🙏

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