Ich will einen Augenblick still sein und nach innen schauen
Was wäre, wenn du den Mut hättest, nach innen zu schauen, und dort keine Schuld, keine Sünde und keinen Mangel entdecken würdest? Was wäre, wenn unter all deinen Selbstvorwürfen und Ängsten nur Unschuld auf dich warten würde? Für das Ego ist diese Frage bedrohlich. Sein ganzes Denksystem lebt von der Überzeugung, dass mit dir etwas nicht stimmt und du schuldig bist. Solange du das glaubst, kannst du kontrollieren, analysieren, kämpfen und dich verteidigen. Doch in dem Moment, in dem du ernsthaft bereit bist zu prüfen, ob Schuld überhaupt existiert, gerät das Fundament des Egos ins Wanken.
Deshalb versucht es gar nicht erst, diese Frage zu stellen. Es lenkt deinen Blick lieber auf die Fehler anderer, auf die Vergangenheit oder auf die Probleme der Welt. Alles ist ihm lieber, als dass du still wirst und ehrlich nach innen schaust. Denn wenn du dort keine Fehler oder Dunkelheit findest, verliert das Ego seine ganze Grundlage. Dann erkennst du, dass das, was dich so lange gefangen hielt, niemals deine Wirklichkeit war. Was bleibt, ist die Erinnerung an deine Unschuld, und damit beginnt die Freiheit.
Ein Kommentar
Ja, so ähnlich muss es sich angefühlt haben, als Eckhart Tolle sinngemäß beschreibt, als er alles losgelassen hatte, am nächsten Tag erwachte und alles friedvoll und viel lichtvoller empfand.
Er hatte sein altes Leben zurückgelassen (sinngemäß, so habe ich es verstanden)
Ich habe heute Abend gefühlt, wie es ist, zu Hause zu sein, ohne Schuld oder Sorgen.
Und was zu Hause sein bedeutet.
Dennoch gab es auch Einbrüche, Kampf und Angriff. Die Leitgedanken haben sehr geholfen.
Danke, lieber Gottfried, für dein Sein.