Tageslektion 190

Mit Jesus im Kino

Die einzige Quelle des Schmerzes ist unser Glaube an die Trennung. Wenn ich Schmerzen habe, ist es eine Herausforderung, zu erkennen, dass ich zwar verantwortlich, aber nicht schuldig bin. Wir müssen lernen, unsere eigenen Gedanken zu betrachten und Verantwortung für sie zu übernehmen, ohne uns selbst zu verurteilen. Ken Wapnick schlägt vor, dass wir den Film unseres Lebens vom Kinosessel aus betrachten, mit Jesus neben uns, und den Film gemeinsam mit ihm ansehen. Anstatt zu versuchen, den Schmerz aus eigener Kraft verschwinden zu lassen, besteht unsere Aufgabe darin, unsere Gedanken weiterhin zu beobachten, uns von der Stimme des Egos abzuwenden und falsche Überzeugungen loszulassen – wobei wir uns stets daran erinnern, dass wir unschuldig sind.

Mit anderen Worten: Wir setzen die Vergebungsarbeit fort, damit wir lernen können, die Freude zu erfahren, die hinter dem Schmerz verborgen ist. Gott ist reine Liebe und würde niemals Leid verursachen. Wenn wir erkennen, dass wir außerhalb des Traums stehen und unsere Identität nicht der Körper ist, gibt es keine Möglichkeit, Schmerz zu erfahren. Schmerz ist der Schatten des Denksystems, das uns einredet, wir hätten gesündigt, seien nun schuldig und müssten Strafe fürchten. Wir projizieren unseren Selbstangriff auf Gott und sehen Ihn als den, der uns bestraft. Schmerz ist einfach ein irrtümlicher Gedanke, der aus der Schuld im Geist stammt, die mit der Trennung von Gott einherging. Unsere Identität als verletzliche Wesen, die verletzt und zerstört werden können, ist das Ergebnis des Glaubens an die Trennung.

Ein Kommentar

  1. Lieber Gottfried,
    ich bin sehr berührt von deinem heutigen Podcast und danke dir herzlich für deine Offenheit und Direktheit. Der Kurs begleitet mich und meinen Mann nun seit 4 Jahren täglich, von Zeit zu Zeit lausche ich dir.. Doch vermutlich ist der Kurs schon viel länger in meinem Leben und hat seinen Weg durch verschiedene spirituelle Sichtweisen/ Philosophien zu mir gebahnt.

    Dein heutiges Teilen ist in mehrfacher Hinsicht sehr wohltuend für mich; einerseits aufgrund eigener tiefgreifender körperlicher Erfahrungen, die hinter mir liegen. Andererseits da ich selbst Ärztin bin und schon länger versuche Wege zu entwickeln, Menschen in eine Wahrnehmung von sich und der Welt zu bringen, wo sie/wir immer mehr ein inneres Gleichgewicht finden, entwickeln und leben. Und so ist der Kurs in Wundern und auch solche Erfahrungen wie von dir heute geschildert, mir ein sehr wertvolle Inspirationsquelle diesen Weg weiterzuentwickeln.

    Sehr schön, die Verbindung zu euch und mit allem zu spüren. Von Herzen, Susanne

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