Tageslektion 187

Beende das Feilschen

Wenn wir nur geben, um etwas zurückzubekommen – sei es Dankbarkeit oder etwas Materielles –, dann feilschen wir, anstatt zu geben. Wir wollen tatsächlich mehr, als wir gegeben haben. Das ist die zugrunde liegende Dynamik hinter der besonderen Beziehung. Es geht darum, so wenig wie möglich zu geben, um mehr zu bekommen, als wir gegeben haben. Es geht darum, mit der Vorstellung zu geben, etwas Besseres für das zu erhalten, was wir geben.

Offensichtlich ist das nicht das, was wahres Geben ausmacht. Stattdessen spiegelt dies das Gedankensystem des Egos wider, das darauf ausgerichtet ist, zu geben, um zu bekommen. Wenn wir für das, was wir geben, eine Gegenleistung erwarten, geht es überhaupt nicht um Geben, sondern um Feilschen, um etwas zu erhalten. Jesus sagt, wir würden viel lieber einfach nehmen, was wir wollen, aber wir erkennen, dass uns das nicht sehr weit bringen würde, also haben wir stattdessen die Kunst des Feilschens gelernt. Es ist offensichtlich, dass es uns große Freude bereitet, wenn wir Liebe, Ermutigung und Segnungen schenken, die aufrichtig und von Herzen kommen. Alles, was wir aufrichtig teilen, wird in unserem eigenen Geist gestärkt.

3 Kommentare

  1. Vor fünf Jahren bin ich umgezogen und habe vorher sehr viele Dinge aussortiert, die alle noch in einem guten bis sehr gutem Zustand waren. Ich habe sie alle vor die Haustür gestellt und ein Schild „zu verschenken“ daneben gelegt. Bis auf zwei, drei Sachen ist alles weggegangen. Manchmal habe ich beobachtet wie Menschen kamen und etwas nahmen. Auch Kinder, die sich daran erfreuten. Das hat mich mit einer derartigen Freude erfüllt, wie ich sie bis dahin noch nicht erlebt habe. Da habe ich den wahren Sinn des Gebens verstanden. Heute gebe ich immer noch gerne: Geld in Form von Spenden, Ehrlichkeit, Lachen, freundliche Worte, Mitgefühl, Vergebung usw. ohne etwas zu erwarten. Ich bekomme dies in anderer Form hundertfach zurück.
    Tausend Dank für deine Gaben, Vater. Du hast mir wirklich alles gegeben 💜

  2. Ich habe eine Frage und hätte gerne gewusst, wie ich damit umzugehen habe: ich bin schwerhörig und trage Hörgeräte, die jetzt erneuert werden. Dafür habe ich viele 1000 € zu leisten. Diese muss ich natürlich ersparen und an anderen Dingen mich einschränken, beziehungsweise versuche ich, es zu erarbeiten. Wenn ich das nicht als Problem erachte und gerne in Freude erledige, wie bin ich dann unterwegs? Ist das alles so richtig, wenn ich daraus kein Problem mache?

    1. Laß alle Zweifel, Bewertungen und Urteile über diese Angelegenheit los! Mach einfach und erlaube Dir in Freude zu sein! J.

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